Odysseiea (Gesang IV: 219-224, 227-233):

„Aber ein Neues ersann die liebliche Tochter Kronions: Siehe, sie warf in den Wein, wovon sie tranken, ein Mittel Gegen Kummer und Groll und aller Leiden Gedächtnis. Kostet einer des Weins, mit dieser Würze gemischet, Dann benetzet den Tag ihm keine Träne die Wangen, Wär' ihm auch sein Vater und seine Mutter gestorben... Siehe, so heilsam war die künstlich bereitete Würze, Welche Helenen einst die Gemahlin Thons, Polydamna, In Ägyptos geschenkt. Dort bringt die fruchtbare Erde Mancherlei Säfte hervor, zu guter und schädlicher Mischung, Dort ist jeder ein Arzt und übertrifft an Erfahrung Alle Menschen, denn wahrlich, sie sind vom Geschlechte Paeions“

Nährwert pro 100 g Mohnsaat

Brennwert  2198 kJ

(= 525 kcal)

Wasser

5,95 g

Eiweiß

17,99 g

 Kohlenhydrate

 28,13 g

 - davon Zucker

 2,99 g

 - Ballaststoffe

 19,50 g

 Fett

 41,56 g

 - gesättigte Fettsäuren

 4,51 g

 - einfach ungesättigt  

 5,98 g

 - mehrfach ungesättigt

 28,56 g

 Vitamine und Mineralstoffe 

 Vitamin A

  0 µg

 Vitamin B1

 0,854 mg

 Vitamin B2

 0,1 mg

 Vitamin B3

 0,896 mg

 Vitamin B6

 0,247 mg

 Vitamin B9

 82 µg

 Vitamin B12

 0 µg

 Vitamin C

 1 mg

 Vitamin D 

 0 µg

 Vitamin E

 1,77 mg

 Vitamin K1

 0 µg

 Calcium

 1438 mg

 Eisen

 9,76 mg

 Magnesium

 347 mg

 Natrium

 26 mg

 Phosphor

 870 mg

 Kalium

 719 mg

 Zink

 7,9 mg

HEROIN

Opiate sind psychoaktive Substanzen, die aus dem Milchsaft des Schlafmohns (Papaver somniferum) gewonnen werden. Der Milchsaft, das Rohopium, enthält hauptsächlich Morphin (ca. 3 - 23 %) und Codein (ca. 0,2 - 3,5 %).


Opioide sind synthetisch hergestellte Substanzen, die eine morphinähnliche Wirkung haben. Das bekannteste halbsynthetische Opioid ist Heroin, das durch einen chemischen Prozess (Acetylierung) aus Morphin hergestellt wird. Weitere vollsynthetische Opioide sind beispielsweise Fentanyl oder Methadon.

 

Es gibt auch körpereigene Opioide, wie z.B. die Endorphine. Der Begriff "Endorphine" ist ein Kunstwort, das sich zusammensetzt aus "endogen" (innen, im Körper) und "Morphin".

OXYCODON

Prof. em. Dr. Jakob Tanner

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SCHOCK-AUSSTELLUNG IN BERLIN

Heroin Kids! Gesichter

einer Todes-Sucht


von: KIM HORN

12.07.2011 - 20:07 Uhr


Berlin – Provokant – so lassen sich die Bilder allemal beschreiben! Junge Frauen, halb nackt, mit schwarz verschmierten Augen. Sie liegen in ihrem eigenen Erbrochenen, voll auf Heroin. Es sind Fotos, die Drogen, Sex, Gewalt und Prostitution zeigen.


Aber: Die Bilder gehören nicht zu einer neuen Anti-Drogen-Kampagne. Es ist Kunst – zumindest für Corinna Engel (25) und Christian Kaiser (29). Die beiden Fotografen stellen ihre Werke ab Mittwoch (13. Juni) in Berlin aus. Der Titel des Projekts: „Heroin Kids“.


„Art is like fucking thirteen year old girls“ (Kunst ist wie 13-jährige Mädchen zu ficken), steht auf den Plakaten, mit denen die beiden für ihre Ausstellung werben. Zwölf Tage werden sie ihre Schock-Fotos in der Berliner Galerie „Mein Haus am See“ zeigen. Manche sind inszeniert, viele zeigen echte Szenen.


Ab August gibt es die Fotos dann auch als Bildband inklusive DVD – nackte Drogen-Mädchen auf 216 Seiten und im Video!


„Die Welt, die sich in 'Heroin Kids' widerspiegelt, ist eine kranke, kaputte Welt – aber auch eine Welt voller Ästhetik“, heißt es von den Künstlern. „Das ist vielleicht nicht pädagogisch wertvoll, aber es ist das Leben.“


Jugendschützer schlagen Alarm, fordern die Sperrung der Internetseite! Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien warf den Künstlern Ende 2010 vor, „entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte“ zu verbreiten. Folge: ein Bußgeld über 5000 Euro. Für Engel und Kaiser war das Zensur, sie zogen vor Gericht. Und sie hatten Erfolg. Das Amtsgericht Ebersberg stellte das Verfahren im April diesen Jahres ein.

Nach Angaben des „Berliner Kurier“ prüft die Kommission für Jugendmedienschutz jetzt, ob Verletzungen gegen die Menschenwürde vorliegen.

HEROIN KIDS - Christian Kaiser & Corinna Engel


"... außergewöhnlich und emotional aufwühlend..."
 
"...sexistisch, menschenverachtend und obszön... "
 
"...eine ständige Reflexion über Schönheit und Sehnsucht..."
 
"...Drogenverherrlichend, pornografisch und gewalttverherrlichend..."
 
"..sozial-ethisch desorientierend..."
 
"...Kunst für Perverse und Pädophile..."
 
"...krank, einfach nur abartig, sowas sollte verboten werden..."
 
"...Ein Kunstprojekt über Sehnsucht..."

Liebe muss jung, wild und frei sein, und schmeckt nach Früh-Morgen-Tau-einsame-Waldlichtungsküssen auf der Rückbank von verdreckten Autos, nach Versprechen von ewiger Liebe und den Sternen, die sich in gläsernen Jungmädchenaugen widerspiegeln - zugedröhnt von den härtesten Drogen, die man gerade bekommen konnte. Die schönsten Blumen wachsen nicht in Gärten oder an Straßenalleen. Kommen Sie mit auf eine Reise ohne Ziel, Richtung: weg, fort, Richtung: nie-wieder-zurück-in-dies es-scheiss-Leben...

HEROIN KIDS ist ein Kunstprojekt von Christian Kaiser & Corinna Engel. Es spiegelt Jugend zwischen Verwahrlosung, Drogen, Sex, Gewalt, Prostitution und Liebe wider. Das Projekt versteht sich als Ausschnitt eines wilden und freien, verlorenen und naiven Lebens, das an der Grenze zur Selbstzerstörung gelebt wird und keine Regeln oder festen Werte kennt.

Es geht darum, neue Denkstrukturen aufzuzeigen.

Wir zeigen junge, halbnackte Mädchen im Dreck auf Heroin. Wir zeigen Mädchen, die sich gerade übergeben, die zugedröhnt sind, die in ihrem eigenen Urin liegen, verschmiert mit Erbrochenem.

Sie liegen auf vollgeschissenen Matratzen und sind mit Ketten aus nicht sterilen Spritzen umhängt. Wir zeigen, wie Menschen zu Spielfiguren werden, zu Sexpuppen, wir zeigen junge, leere, kaputte Augen. Haben Sie Lust einem Mädchen, das am ganzen Körper zittert, zuzusehen, wie sie in einer verdreckten Ecke umkippt? Benommen und betäubt, ausgesetzt in einer Welt der Mitleidslosigkeit.

Wir zeigen Schönheit. Schönheit ist nichts statisches. Es gibt viele Wege und Möglichkeiten die Welt zu sehen, das ist eine davon.

Zum Projekt gehören Fotografien und Videos, die als Bildband und DVD Anfang Februar über den INDEX VERLAG erscheinen.

Gerichtsprozess: "Heroin Kids" 
Nach Ansicht der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien ist das Kunstprojekt "sozial-ethisch desorientierend" und darf deshalb in der ursprünglichen Form nicht weiter verbreitet werden. Vorerst ist es leider aber nicht möglich das Projekt unzensiert zu veröffentlichen. Daher ist es leider auch hier nur möglich einige harmlose Bilder, die leider wesentliche Aspekte der Serie nicht beinhalten, zu präsentieren.

Im Internet:  http://www.vicious-videos.de

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HABEN DIE EINEN SCHUSS?

Künstler wollen öffentlich

Heroin spritzen


von: SIMONE WINDHOFF

06.11.2015 - 13:43 Uhr


Frankfurt – Hemmungsloser Sex auf Theater-Bühnen, Fett-Ecken in Museen, Satire in Zeitungen – und jetzt Heroin-Konsum vor Live-Publikum.


Darf Kunst wirklich alles?


Die Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule" will für einen Skandal im Bahnhofsviertel sorgen.


Als Zeichen des Protests will sich eine Person nächste Woche in einer Galerie im Bahnhofsviertel live vor Publikum einen Schuss setzen. Also tödliches Heroin in die Vene spritzen.


Warum? Die Künstler sind gegen eine gezielte Aufwertung des Viertels.


Eine Sprecherin der Gruppe: „Die Junkies gehören zum Bahnhofsviertel wie der Wind zum Meer. Sie müssen bleiben."

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STREIT UM ZUKUNFT DER TAUNUSSTRASSE

Markus Frank will öffentlichen

Drogenschuss verhindern


von: SIMONE WINDHOFF

08.11.2015 - 13:57 Uhr


Frankfurt - Eine Künstlergruppe will aus Protest gegen die Aufwertung der Taunusstraße öffentlich Drogenkonsum zeigen: eine Person wird sich live einen Schuss setzen.


Das geht zu weit!


Seit 3 Jahren kämpft Ordnungsdezernent Markus Frank mit der Initiative TAB (= Taunusstraße Arts + Bites) darum, die Taunusstraße als momentan schlimmste Meile der Stadt mit Galerien und Gastronomie aufzuwerten.


Frank zu BILD: „Die Stadt will den Schuss verhindern. Wir finden die Aktion mehr als kontraproduktiv."


Während der Stadtrat mit Unterstützung des Künstlers und Bahnhofsviertel-Bewohners Daniel Wirtz („Ne Weile her“) versucht, das Viertel attraktiver zu machen, stiftet die Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule" Unfrieden. Eine Sprecherin: „Wir machen den peinlichen Vertreibungskünstlern von TAB damit eine erste Ansage."