The Research Catalogue (RC) is a non-commercial, collaboration and publishing platform for artistic research provided by the Society for Artistic Research. The RC is free to use for artists and researchers. It serves also as a backbone for teaching purposes, student assessment, peer review workflows and research funding administration. It strives to be an open space for experimentation and exchange.

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Beziehungslandschaft Katzenwedelwiese (2026) Fabian Faylona
Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Raumplanung einer Lerninfrastruktur, welche zum Ziel hat, durch künstlerische Forschungsansätze Identifikation, Beziehung und Verantwortung zum gefährdeten Ökosystem Streuobstwiese zu fördern. Dazu untersucht es das Fallbeispiel der Katzenwedelwiese, welche seit einigen Jahren als künstlerisches Forschungsfeld des ZKM Karlsruhe dient. Indem es die Mittel der künstlerischen Forschung und das theoretische Rahmenwerk des neuen Materialismus nutzt, erweitert das Projekt die Methoden architektonischer Bestandsanalyse und Raumplanung. Es kartografiert die Wechselbeziehungen auf der Streuobstwiese und erstellt so eine Topografie der Erkenntnisformen, die im Zusammenspiel mit der Landschaft hervorgehen. Auf dieser Grundlage wird eine Lerninfrastruktur gestaltet, welche zum Ziel hat, das auf der Wiese entstehende Wissen sowohl auf der Streuobstwiese als auch über den Ort hinaus zu vermitteln. Ausgehend von der Kritik an der dualistischen Spaltung von Subjekt und Objekt, Natur und Kultur, Theorie und Praxis, wählt das Vorhaben den theoretischen Rahmen des neuen Materialismus und den Handlungsansatz der künstlerischen Forschung, um sich der Kulturlandschaft Streuobstwiese als natur:kulturellem Zwischenraum zu nähern. Das Projekt interessiert sich für die materiellen Bedingungen von Körper und Landschaft, die Wirkungsmacht der Streuobstwiese als Akteur- Netzwerk bzw. Assemblage und deren Wechselbeziehung mit den künstlerischen Forscher:innen vor Ort. Es untersucht die Erkenntnisformen, welche aus Ortsbeziehung und körperlicher Interaktion hervorgehen und fragt, wie sich diese vermitteln und im öffentlichen Diskurs erfahrbar machen lassen. Indem es die seitens der Naturwissenschaft und Landwirtschaft formulierten Beschreibungen der Streuobstwiese durch die Lesart des Ökosystems als epistemischer Akteur:in mit materieller Wirkungsmacht rekontextualisiert, schließt das Projekt eine Forschungslücke und bietet eine Perspektive für die Wiederherstellung der im Zuge der Modernisierung verloren gegangenen Beziehungen an. Das Projekt schlägt eine Herangehensweise vor, die einem hybriden Paradigma künstlerischer Forschung folgt, indem es persönliche Vorprägungen sichtbar macht und erfahrungsbasierte Ansätze mit institutionell-kontextuellen Forschungsansätzen verbindet. Theoretische Recherche wird dabei mit künstlerischen Forschungsformaten verwoben (so z.B. Autoethnografie, Psychogeografie, Materialexperimente u.ä.). Subjektive Situiertheit wird nicht als Einschränkung, sondern als Erkenntnispotential versteht – anstatt Trennung zur Voraussetzung der Wissensproduktion zu machen, setzt das Projekt auf ein relationales Erkenntnismodell, welches wechselseitige Beziehung ins epistemologische Zentrum rückt. Der Forschungsansatz agiert durch zwei ineinandergreifende Vorgehensweisen: 1. Die Auseinandersetzung mit den theoretischen Hintergründen, dem Netzwerk beteiligter Künstler:innen, den vom ZKM bereits auf der Wiese durchgeführten Formaten, sowie die Begleitung und Dokumentation des laufenden Programms als beobachtender Teilnehmer, durch die Linse des zuvor definierten theoretischen Rahmens. 2. Die Durchführung von eigenen Forschungs- und Vermittlungsformaten im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden Feldlabors in welcher die in (1) gesammelten Eindrücke verarbeitet und durch Auseinandersetzungen mit der materiellen Wirkungsmacht der Wiese und dem Handlungsrahmen künstlerischer Forschung ergänzt werden. Das Feldlabor ist weniger als manifester Ort und mehr als ein diskursives Format zu verstehen, welches im Modus zwischen Reallabor, Werkstatt, Kolloquium und öffentlichem Observatorium operiert. Die im Rahmen dieser Feldforschung gesammelten Erkenntnisse sollen abschließend zu einer Topographie der Wechselbeziehungen schematisiert werden, die auf der Streuobstwiese herrschen und welche den Handlungsrahmen des künstlerischen Forschungsfeldes definieren. Die Karte soll als Erweiterung des Forschungsprojekts des ZKM dienen und zur Außenkommunikation, sowie für den Wissenstransfer und Dialog mit nahestehenden Initiativen herangezogen werden können. Als mögliches Anwendungsbeispiel soll auf Grundlage dieser Kartografie abschließend eine Lerninfrastruktur, in Form eines Raumentwurfs oder Lehrpfades konzipiert werden, welcher zum Ziel hat, die gesammelten Zugänge des Forschungsprojekts auf erlebbare Art zu vermitteln und dadurch die Beziehungen zur Streuobstwiese, sowie deren öffentliche Wahrnehmung zu fördern.
open exposition
Exodus: um percurso à abstração. (2026) Ellen Spitz de Morais
O papel do corpo na criação do lugar. O percurso físico como motor investigador do percurso, viagem e abstração mental.
open exposition
Embodied Memory and Subversive Performances Reimagining the Repressed Body in a Collective Action (2026) Majid Sarnayzadeh
I presented my paper at the Asian Pacific Artistic Research Network 2025 Conference under the theme Artistic Research for Creative Communities. My presentation, titled “Embodied Memory and Subversive Performances: Reimagining the Repressed Body in Collective Action,” explored how the Woman, Life, Freedom movement in Iran has generated a rich archive of embodied protest. Through gestures like group clapping, headscarf-burning, and silent standing, and plural embodied subversion experiences, that inspired from their collective memory, protestors challenged hegemonic gender norms and collectively reimagined femininity through performative resistance. Drawing on field interviews, sensory ethnography, and archive analyze, I reflected on how these subversive performances are shaping new femininity social imaginaries.
open exposition

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Topographies of the obsolete (2026) Anne-Helen Mydland
Topographies of the Obsolete is an artistic research project conceived in 2012 by
 University of Bergen Professors Neil Brownsword and Anne Helen Mydland,
in collaboration with six European HEI’s and the British Ceramics Biennial.
Emerging through two phases (2012-15; 2015-2020) it has to date engaged
ninety-seven interdisciplinary artists, scholars, cultural commentators and
students from thirteen countries. It has transformed participants’ practices, with
works originating out of the initial research being celebrated on an international
platform. Topographies of the Obsolete has received funding from a variety of
institutions, alongside its core support from the Norwegian Artistic Research
Programme (2013-15 & 2015-17), whose peer review system (2015) rated it
as ‘exemplary… strengthening artistic research and its scope beyond potential
communities of practitioners/researchers’. The project explores the landscape and associated histories of post-industry, with an initial emphasis on Stoke-on-Trent, a world-renowned ceramics capital that bears evidence of fluctuations in global fortunes.
open exposition
OLSKROKSMOTET BLUES (2026) Ann Kroon
Olskroksmotet Blues är den avslutande delen i mitt autoetnografiska projekt som pågick i olika former mellan 2014-2021, och där jag bland annat publicerat två artiklar (Kroon 2015 och 2016). RC expositionen består av tre delarbeten - arkivblad, arkivmönster och göteborg grid – jämte bakgrund och teori & metod. Utifrån min historia som fosterbarn söker jag fånga såväl mina egna erfarenheter och uttryck, som att sätta dessa i ljuset av större samhälleliga skeenden. Olskroksmotet Blues var också del av Mikrohistoriers fysiska grupputställning på Konstfack, Stockholm i september 2021.
open exposition
Monotheist Mythology (2026) Tolga Theo Yalur
This article explores monotheistic religions as powerful linguistic and social structures that function through a mechanism of collective delusion. Drawing on Jacques Lacan’s structuralist insights, the text argues that these faiths are not based on objective history but are fictions codified long after the events they describe.
open exposition

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